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Sinuslift-Operation (Kieferhöhlenboden-Elevation)

Im Oberkiefer kommt es durch einen ausgedehnten Verlauf der Kieferhöhle und einen frühen Zahnverlust häufig dazu, dass Implantate nicht stabil eingebracht werden können. Mit der Sinuslift-Operation wird die Innenseite des Kieferhöhlenbodens (sog. Schneider-Membran) durch Einlagerung von Knochenaufbaumaterial angehoben. Der Oberkiefer wird dadurch verdickt und es entsteht ausreichend Knochen für die Aufnahme eines Implantats. Man unterscheidet ein direktes (offenes) und ein indirektes (geschlossenes) Verfahren, abhängig von der noch bestehenden Restknochenhöhe.

Indirekte Sinuslift-Operation

Bei einer Restknochenhöhe von mehr als 4 mm wird das Implantatbett bis unmittelbar vor den Kieferhöhlenboden vorgebohrt. Dieser wird dann über das Bohrloch mit Hilfe von speziellen Meißeln angehoben. Dabei handelt es sich um eine schmerzarme, minimal-invasive Methode.

    Direkte Sinuslift-Operation

    Bei einem Knochenangebot von weniger als 4 mm Höhe wird die klassische Sinuslift-Operation durchgeführt. Sie wurde von dem amerikanischen Zahnarzt und Implantologen Hilt Tatum in den 70er Jahre entwickelt und stellt eine komplikationsarme Methode für den vertikalen Aufbau des Oberkiefers dar.

    Nach Aufklappen der Mundschleimhaut wird ein Knochenfenster in die dünne seitliche Kieferhöhlenwand präpariert. Dadurch entsteht ein Knochendeckel, welcher sich zusammen mit der Innenhaut der Kieferhöhle nach innen eindrücken lässt. Die Innenhaut wird mit einer resorbierbaren Schutzfolie verstärkt und der entstandene Hohlraum wird mit Knochenaufbaumaterial oder Eigenknochen gefüllt.

    Der direkte Sinuslift gehört zu den am meisten untersuchten Knochenaufbauverfahren und hat sich seit über 30 Jahren gut bewährt. Er ist auch bei geringer Resthöhe des Oberkiefers durchführbar und ermöglicht die Verankerung von längeren Implantaten.
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